Sonntag, 18. Dezember 2016

Wale für windige Tage

Das einzige genähte Weihnachtsgeschenk für dieses Jahr  ist fertig. Mein Enkel bekommt eine Weste die sowohl über einer kuscheligen Fleece-Jacke getragen werden kann, als auch über einem Shirt an kühlen Sommertagen. Über einer Jeansjacke kann ich mir die Weste ebenfalls gut vorstellen. Ich hoffe, sie gefällt und wird vielseitig eingesetzt.




Den Wale-Softshell gab es auf dem Stoffmarkt in Hennef, zu dem wir kurz entschlossen hin sind. Ein so toller Stoff. Es gab ihn in vielen Farben und ich ärgere mich, dass ich mir nicht mehr mitgenommen habe. 

Das war mein erster Versuch mit Softshell und ich hatte Bedenken. Zumal mir eine Frau auf dem Stoffmarkt erklärte, die Verarbeitung wäre total schwierig. Das kann ich so nicht bestätigen. Allerdings musste ich an den Stellen, an denen mehrere Lagen aufeinander trafen, langsam nähen bzw. mir dem Handrad arbeiten.




Den Schnitt "Wind Days" für eine Kinderweste aus der Ottobre 3/2012 habe ich etwas abgewandelt, denn ich wollte gerne einen Reißverschluss und keine Knöpfe. Auch ist die Kapuze nicht gefüttert, da der Softshell innen sehr kuschelig ist. Die Taschen für die Rückseite wurden gestrichen. Ich glaube, die machen keinen Sinn und würden nicht benutzt. 




Der Reißverschluss ist nach der Methode von Farbenmix eingenäht. Da ich kein Stylefix da hatte, musste ich den Reißverschluss heften. Trotzdem war das Einnähen schnell gemacht. Eine tolle Anleitung, so werde ich es sicher weiterhin machen, wenn kein Beleg oder Futter vorgesehen ist.



Zugeschnitten ist die Weste in Gr. 122. Da bleibt hoffentlich genug Platz zum Reinwachsen. Wenn ich sie aber so fertig vor mir liegen sehe, habe ich das Gefühl, sie ist sehr lang aber recht schmal. Auch eine Taillierung wäre vielleicht nicht schlecht gewesen. Warten wir mal Heilig Abend ab und sehen, wie sie sitzt. Eine Taillieren lässt sich noch gut einarbeiten.

Sonntag, 11. Dezember 2016

Der perfekte Kleiderschrank Teil 1 oder #capsualwardrobe

Das neue Jahr rückt näher und viele fassen "gute Vorsätze" für´s neue Jahr. Doch meist sind die schnell wieder in Vergessenheit geraten. Viel spannender finde ich es, mir ein Ziel zu setzen, bzw. einen Weg zu gehen. Darauf kann ich hin arbeiten, mal schneller, mal langsamer - ganz so, wie es zu mir passt. Wenn es mal nicht auf geradem Weg zum Ziel geht, ist es immer noch kein Scheitern.

Auf vielen Blogs sind mir die Themen

- perfekter Kleiderschrank oder Garderobe
- minimalistischer Kleiderschrank oder Garderobe
- capsual wardrobe
- my essential spring oder autum usw.

begegnet und immer wieder dachte ich auch darüber nach, was meine Kern-Farben sind. Klar, der eifrige Leser meines Blogs denkt wahrscheinlich - so wie ich auch: orange! Ja, stimmt, ich mag diese Farbe sehr, aber auch viele andere Farben.

Vor Jahren kam bei einer Farb-Beratung heraus, dass ich ein Frühlingstyp mit der Tendenz zum Herbst-Typ bin. Von dem Ergebnis Frühlingstyp war ich überrascht, sah ich mich doch ganz deutlich als Herbst-Typ. Aber es stellte sich heraus, dass die Frühlingsfarben sehr gut zu mit passen.

Für mein Ziel / Weg für 2017 habe ich mir überlegt, in welchen Farben ich mich denn gerne sehe und wie sich daraus eine passende und gut kombinierbare Garderobe bilden lässt. Das ganze mir gefallende  Farbspectrum ist aber eindeutig zu viel, damit bliebe es chaotisch in meinem Kleiderschrank.

In einem ersten Versuch waren die folgenden Farben meine Wahl, wobei Petrol (und nicht orange) für mich die Kern-Farbe bildet:
   

Alles ist harmonisch und stimmig und ich mag diese Farben. Jede Farbe lässt sich mit den anderen kombinieren. Aber mit erscheint es doch zu eingeschränkt. Auf jeden Fall fehlte mir noch mein Rot dabei.

Trotz erster Zweifel, ob zusätzliches rot nicht zu viel wird, gefällt mir diese Wahl deutlich besser:


Auch hier lassen sich die Farben untereinander kombinieren. Die ein oder andere Kombination gibt es auch schon in meinem Kleiderschrank. Grau ist nicht direkt eine Frühlings- oder Herbstfarbe, aber sie gibt in meinem Empfinden ein etwas seriöses, festliches und schlichtes Bild oder wirkt bei sehr bunter Kleidung als ein beruhigender Akzent.

Mit diesem Ergebnis nahm ich mir nun den ersten Teil meines Kleiderschranks, die Kleiderstange, vor. Irgendwie war es ein schwerer Schritt, mich mit den tatsächlichen Gegebenheiten meines Kleiderschranks auseinanderzusetzen. Das Grauen dürft Ihr nun hier "bewundern" - mein Chaos:


Ich war selbst erstaunt über das Ergebnis. Erst einmal sind die Sachen lediglich nach Farben sortiert. Als nicht zum Farbschema passend sind ein schwarzes Walk-Kleid, eine schwarze Leinenbluse, ein olivgrüner Rock und ein olivgrünes Kleid aussortiert. Es hängen auch noch ein paar lachsfarbene Sachen dazwischen. Dass ich aber bereits so gut mit dem geplanten Farbschema ausgestattet bin, habe ich nicht erwartet. Und das Schönste ist, dass nur noch sehr wenige Kauf-Kleidung dazwischen hängt.


Mit diesem zufriedenen Gefühl starte ich das Ziel /den Weg zum  "perfekten Kleiderschrank" für 2017. Ich werde Euch über meine weiteren Schritte berichten. Als nächstes werde ich mir die "Shirt-Abteilung" vornehmen.

Habt Ihr schon einen perfekten Kleiderschrank? Oder habt Ihr Euch zumindest mit dem Thema schon mal befasst? Ich freue mich, wenn Ihr mir von Euren Erfahrungen berichtet.